Kampf geht weiter, ohne ein Ende

Der Antrag beim Schulamt, auf Ruhen der Schulpflicht ist vor 8 Wochen gestellt worden und bis heute, haben wir noch keinerlei direkte Reaktion bekommen. Auch nicht durch einen Anruf von uns oder einen Brief mit bitte auf Bearbeitung und Rückmeldung, dass der Antrag eingegangen ist.
Mit der Sonderpädagogin hatten wir ja viele Diskussionen ob und wie wir uns weiter treffen könnten. Brav schickten wir ihr aber noch jede Woche den Fragebogen, den sie aufgestellt hatte, zurück. Nachdem sie noch einmal versucht hatte, doch wieder in unser Haus zu kommen und wir ihr deutlich sagten, dass wir nun ersteinmal abwarten wollen, bis das mit dem Schulamt geklärt sei, kam sie zu dem schluß, dass sie der Bezirksregierung mitteilen würde, dass die treffen im Moment keinen Sinn machen und sie damit aufhören möchte.
So war die Freude groß, als wir dies von ihr hörten, auch wenn sie dies mit Vorwürfen und schlimmen Befürchtungen uns gegenüber geäußert hat. Über 6 Wochen war Ruhe und wir merkten, dass dies allen gut tat. Wenigstens der Punkt schien schon mal geklärt zu sein,- schien aber auch nur.
Eines Sonntag abends kam wieder eine E-Mail,- „…ich bin von der Bezirksregierung angewiesen worden die 2 Stunden Förderung jede Woche, weiter fortzuführen“!
Bitte was? Wie kann das sein, wie kommen die dazu und was nun? Warum das jetzt auch noch?
Also Montags wieder unserem Anwalt geschrieben, was vorgefallen sei und ihn gefragt, was wir nun unternehmen sollen. Er meldete sich umgehend darauf bei uns und riet uns noch einmal schriftlich beim Schulamt nachzufragen, wann denn mit einem Ergebnis zu rechnen sei. Auch sollten wir das entweder direkt mit der Sonderpädagogin oder mit der Bezirksregierung klären, auf welcher rechtlichen Grundlage weiterhin die treffen mit Tom stattfinden sollen. Dies sollten wir uns aber unbedingt schriftlich mitteilen lassen, damit wir endlich etwas in den Händen halten, worauf wir dann angemessen reagieren können.
So setzten wir uns hin und schrieben dem Schulamt, dass wir immer noch auf eine Rückmeldung warten und fragten auch, wann denn mit einem Ergebnis zu rechnen sei. Der Sonderpädagogin schrieben wir auch einen Brief, dass wir keine weiteren treffen wünschen, bis wir schriftlich die rechtliche Grundlage schriftlich mitgeteilt bekommen.
Es verging fast eine Woche, bis sie eine E-Mail zurück schrieb,- “ im Interesse ihres Kindes rufen Sie mich bitte schnell einmal an“! Was ist dies denn nun wieder? Also, rief mein Mann sie an. Da meinte sie, sie hätte dies noch nicht dem Schulamt mitgeteilt, da sie doch noch einmal versuchen will uns davon zu überzeugen, dass wir uns besser weiterhin treffen und Tom so sich der Regelschule wieder annähern kann. Auch befürchtet sie, dass wir dadurch ansonsten nur unnötig Stress mit dem Schulamt bekommen, denn die wollen ihn nicht einfach so von der Schulpflicht befreien. Wir sagten einem weiteren treffen zu, aber nicht in unserem Haus und vorallem nicht mit Tom.
Nur, wie sollen wir mit jemandem zusammenarbeiten, wo klar ist, dass wir total unterschiedliche Ausrichtungen haben, wie man mit Aspergern am besten umgeht? Sie will es einfach nicht verstehen, dass sie zu viel Druck macht, immer mehr versucht ihn IN eine Regelschule zu schieben, egal was dies für Auswirkungen für ihn hat. Es scheint bei ihr an oberster Prioritätenliste zu stehen, dass jeder nur integriert wird in die Gesellschaft, wenn man IN einem Schulgebäude mit vielen anderen Kindern sitzt. Egal ob dabei die ganze Energie des Tages verbraucht wird oder sogar noch mehr. Unwichtig, wie die Kinder sich dabei fühlen, was es Ihnen positives bringt, ob sie dort Freunde haben, gut lernen können oder zuhause die meiste Zeit nur noch im Bett liegen müssen, vor Erschöpfung…. . Das scheint alles egal zu sein Hauptsache der Schein wird gewahrt, dass es „normal“ aussieht!!!!
Sie kam dann mit so Argumenten wie, seien Sie doch froh, dass er jetzt noch so viel Hilfe bekommt, wenn er ersteinmal über 18 ist, wird es schwer noch jemanden zu finden, der ihm etwas anbietet. Auch gut, „es macht sich doch einfach besser wenn man ein Normales Zeugnis mit Noten hat, als nur so ein komisches von der Webschule,- was sollen denn die Leute da denken…“! Uns fällt dazu nichts ein. Wie kann man uns nur zwingen wollen, dass er sich durch eine Schule quälen soll, nur weil sie weiterhin an uns Geld verdienen will, das Zeugnis der Regelschule „ordentlicher“ sei oder die Chefin vom Schulamt nur ungern Kinder von der Schulpflicht befreit….. ?!
So können wir gespannt sein, was bei dem Treffen raus kommt und wann wir etwas vom Schulamt hören. Wenn sie sich nicht melden, können wir nach 3 Monaten eine Klage wegen unterlassener Hilfe einreichen. Ob es dazu noch kommt oder ob sie eine Woche vorher uns einen Brief Schiecken mit,- „bitte erbringen sie noch folgende Unterlage, damit wir den Antrag bearbeiten können“!!!
Ja sollen sie ruhig auf Zeit spielen, die Zeit läuft längst für uns,- außer beim Geld, welches wir ja immer noch selber für die Webschule bezahlen. Das müssen wir dann auch noch einklagen.
Warum nur solch ein Stress und Chaos? Wir haben keine Energie mehr über für soviel Kampf. Hoffentlich ist es bald zu Ende.

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