Therapie im Autismuszentrum

Als nächstes wollten wir uns um eine Therapie in einem Autismuszentrum kümmern. Denn es erschien uns gut, wenn er die Dinge, die er schlecht oder garnicht versteht erklärt bekommt. Wenn er lernen kann, warum sich die Menschen in so mancher Situation „SO“ verhalten, was sie von einem wollen, wie ich mich verhalten soll, kann oder muss… hilft ihm dies bestimmt entspannter durchs Leben zu gehen. Meist findet dort 1x die Woche für 1 Stunde Therapie statt. Dazu kann man in manchen Autismuszentren auch noch zu treffen mit anderen Autisten gehen.

In vielen Städten dauert auch dies mehrere Monate, bis man dort einen Platz bekommen kann. Wir hatten deshalb schon vor dem Diagnosetermin dort angerufen. Man sagte uns, das wir uns mit einer Diagnose wieder melden können und er dann einen Platz bekommt. So machten wir es auch, nur bekamen wir dann zu hören,“ ja sie können einen Platzt sofort bekommen, aber dazu brauchen wir noch erst die Genehmigung vom Jugendamt, denn die zahlen dies ja“.

Ach so, das muss das Jugendamt erst noch genehmigen, dies hätte man uns ja auch schon beim ersteinmal sagen können. Also, denkt daran, direkt bei dem Termin für eine Diagnose, auch Termine im Autismuszentrum oder in einer Praxis zu machen, dies spart Zeit. Wenn ihr eine Therapie in einer Praxis machen wollt, müsst ihr dies mit eurer Krankenkasse abklären. Wenn ihr eine Therapie machen wollt, die über das Jugendamt finanziert wird, müsst ihr dies beim Jugendamt beantragen,- also einen Antrag dort stellen auf Eingliederungshilfe. Diesen könnt ihr natürlich erst richtig beantragen, wenn ihr die Diagnose in Händen haltet. Aber man kann schon vorher mit dem Autismuszentrum und dem Jugendamt alles vorbereiten und die fehlenden Unterlagen dann nachreichen.

Wenn ihr eine Diagnose aus dem Autismusspektum habt, zb F 84.5 für Asperger Syndrom, dann muss euch Eingliederungshilfe gewährt werden. Diese ist dafür gedacht, dass das Kind in die Gesellschaft eingegliedert wird. Ihm soll so langfristig ermöglicht werden, ein Teil in unserer Gesellschaft zu sein. Was alles dazu gehört, was dem Kind hilft, wie lange es dies braucht, ob dies sinnvoll ist,….darüber kann man streiten und genau dies machen einige Jugendämter auch.

Denn die Behörden sind nicht immer daran interessiert, die Kosten zu übernehmen, sie wollen und müssen sparen. So versuchen viele einen davon abzubringen, teure Therapien oder gar Schulen zu finanzieren.

Wenn sie noch das Autismuszentrum bezahlen, wird die Bewilligung von einem Schulbegleiter oft schwer, wenn sogar noch Geld für eine Schule / Webindividualschule oder sogar für ein Internat bereitgestellt werden soll, sehr Heikel. Da ist es manchmal sehr ratsam, sich früh einen Anwalt dazuzunehmen, der einen unterstützt und sagt, was als nächstes dran ist und was unsere Rechte sind…

Leider versuchen viele Behörden uns davon abzubringen, so manche Ziele weiter zu verfolgen. Dabei gehen sie auf unterschiedliche weiße vor. Hier ein paar Beispiele

– sie erzählen uns nicht unsere Rechte und Möglichkeiten und hoffen, dass wir nie etwas darüber erfahren und diese beantragen

– sie sagen uns, das der zuständige dafür gerade im Urlaub sei und er sich darum später kümmert

– sie sagen, zb das man bei Jugendlichen nicht mehr mit einem Schulbegleiter beginnt, da dies nicht mehr funktioniert

– sie halten uns hin,- das machen wir später…

– sie wollen immer noch mehr neue Stellungnahmen oder Gutachten, noch genauere, andere, mehr….

– zweifeln die Kompetenz der einzelnen Psychiater oder Psychologen an

– unterstellen uns Eltern, dass wir die Kinder falsch erziehen, uns weigern mit Ihnen zu kooperieren, die Erfolge behindern,…

– erzählen uns, das es daran liegt, weil er das jüngste Kind, ein Einzelkind oder wir alleinerziehend sind…

– versuchen einen zu erpressen,- “ sie wollen doch bald wieder… genehmigt bekommen, denken Sie daran…“ um so ihren Willen durchzusetzen

– behaupten, dass sie am besten wissen, was für das Kind gut ist, da sie ja soviel Erfahrung haben

– lassen keine Gutachten oder Stellungnahmen von Ärzten, Lehrern, Anwälten Psychologen gelten

– machen Druck, weil man sich nicht früher um … gekümmert hat, wie bei uns zb das Schulamt mit einzubeziehen. Nur hat uns niemand davon erzählt, auch das Jugendamt nicht, aber auf einmal sollen wir daran schuld sein

– schieben alle schuld von sich auf uns, behaupten, dass sie alles zum Wohle des Kindes machen, aber eigentlich dreht sich alles nur ums Geld, bzw ums nicht zahlen wollen

Natürlich sind nicht alle Jugendämter so, es gibt auch einige Stellen, wo den Familien wirklich geholfen wird und man zusammen überlegt, was das beste fürs Kind ist. Leider gibt es aber auch die stellen, wo den Eltern noch zu den Sorgen und Ängsten, die sie um ihr Kind haben, Stress gemacht wird. Das kostet unnötig Kraft, Nerven und Zeit. Manchmal auch noch Geld, da man einen Anwalt zahlen muss oder die Kosten für so manche Maßnahme zumindest ersteinmal selber trägt, bis endlich alles geklärt ist.

Da es im Gesetz keine klare Linie gibt, sondern alles eher schwammig geschrieben wurde, damit immer im Einzelfall entschieden werden kann, ist alles so schwer. So ist die Genehmigung sehr davon abhängig, was der zuständige Sachbearbeiter beim Jugendamt meint. Wenn er eine Maßnahme befürwortet, dann wird er einem schnell helfen alle Unterlagen zu bekommen, damit man es abgesichert genehmigen kann. Wenn einer glaubt, dass man dies nicht benötigt, wird er alles tun um die Kostenübernahme zu verhindern.

Wir haben damals auch erst der Sachbearbeiterin geglaubt, dass sie uns helfen will. Sie tat immer freundlich, bis zu dem Tag, wo wir die Webschule ins Rennen brachten. Ab da wurden dann einige der oben genannten Mittel ausprobiert. So wurden wir über 10 Monate hingehalten, beschimpft, erpresst… .

In dieser Zeit haben wir uns alles selber raussuchen müssen und uns mehrmals entschieden, dies oder jenes einfach so zu machen, weil es uns als das beste oder die einzigste Lösung vorkam. So haben wir unseren Sohn nach 6 Monaten an der Webschule angemeldet und ihn dort beschulen lassen. Dies war aber nur möglich, weil wir die Schule auch selber zahlen konnten und unser Psychiater ihn länger krankgeschrieben hat.

Lasst euch nicht entmutigen, überlegt euch, was das beste für euer Kind ist und verfolgt dieses Ziel. Holt euch Hilfe durch einen Anwalt für Sozialrecht und lasst euch dort erklären, wie ihr Vorgehen sollt. Eine erste Beratung, wie der Anwalt die Lage einschätzt ist meist umsonst. Ansonsten kann man eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die die Kosten übernehmen. Dies ist besonders wichtig, wenn man noch Klagen will. Normalerweise kostet eine Arbeitsstunde von einem Anwalt ca 160€, die sich für uns gelohnt haben, da es Zeit und Nerven spart.

Nun kommt das Schulamt noch dazu

Auf großes drängen vom Jugendamt mussten wir mit dem Schulamt Kontakt aufnehmen, da er das Ruhen der Schulpflicht benötigt. Erst hatte das Jugendamt davon garnichts gesagt, dass sie nur bezahlen können, wenn er durchs Schulamt von der Schulpflicht befreit ist. Aber dann musste es auf einmal sehr schnell gehen und wir bekamen große Anschuldigungen an den Kopf, warum wir uns solange geweigert hätten, das das Schulamt mit einbezogen wird… . Nun wurden wir dafür ja genötigt, Ihnen eine Vollmacht zu unterschreiben, die ihnen erlaubt, mit dem Schulamt direkt, ohne uns Kontakt aufzunehmen.

Genau dies haben wir aber nicht unterschrieben, was massiven Druck und Anschuldigungen, ihrerseits zur Folge hatte. Auf Anraten unseres Anwalts, haben wir dann selber, über die alte Regelschule – was unser gutes Recht ist- einen Antrag auf Eröffnung eines AOSF (Feststellung von Förderbedarf ) Verfahrens gestellt. Wieder einmal gingen 4 Monate ins Land, wo wir direkt nichts von der Schulbehörde gehört haben. Denn das Schulamt hat genau diese Zeit um sich melden zu müssen.

Zweimal haben die sich in der Zeit bei der alten Schule gemeldet und wollten noch ein paar fragen beantwortet haben. Fragen wie, -benötigen wir noch eine Untersuchung durch einen Arzt, geht Tom zur Zeit vielleicht doch zur Regelschule oder wird er anders beschult,… ?

Die Lehrer von seiner alten Schule haben beide Male mit uns die fragen besprochen und die Antworten dann so zur Schulbehörde weitergeleitet. Die Frau von der Schule, die zuständig ist für Integration, meinte nur, „es dürfte ja nicht mehr die Frage sein, ob Tom freigestellt wird, sondern nur noch, wann und was dafür noch gemacht werden muss“!

Dies war für uns sehr beruhigend, denn wir merkten ja, wie gut es uns allen tat, dass endlich Ruhe und Routine einkehrte. Endlich hatten wir wieder ein Kind, welches gesund, entspannt und fröhlich sein konnte. Was am Nachmittag und Abend noch Energie über hat und nicht platt in der Ecke liegt. Schön, dass er wieder Freude am spielen hat, in den Garten geht und sich nicht nur in seinem Zimmer verkriecht, auch wenn Besuch kommt.

Am meisten ist es uns aber wert, dass er ein glücklicher Junge ist, der sich selber und sein Leben liebt und der uns endlich wieder vertrauen kann. Wie gut tut es uns allen, dass wir gemeinsam lachen können, schöne Zeiten miteinander verbringen und danach immer noch gesund ist.

Ja, er ist und bleibt ein Aspi,- ich ja auch, aber ein glücklicher. Das ist der große Unterschied. Endlich darf er so leben, wie es zu ihm passt. Endlich ein Leben, wo er sich nicht den Normalos anpassen muss, sondern, wo er so sein darf mit all seinen Stärken und Schwächen, wie er ist. So kann er auch endlich wieder lernen, hat sogar Freude daran. Erkennt Zusammenhänge von vielen Themen, schaut gerne im Fernsehen Quizsendungen, da er nun viele Fragen richtig beantworten kann. Er bekommt Ideen für neue Interressensgebiete und probiert von sich aus einiges aus. Überrascht uns mit selbst gebackenem Kuchen oder macht lecker Eis….

Aber dann kam der Anruf vom Schulamt, “ wir möchten Sie gerne zu einem Gespräch einladen, dann können sie einmal ihre Sicht erzählen und wir schauen gemeinsam, ob es noch irgend eine Möglichkeit gibt, ihn in der Regelschule zu unterrichten…“!

Die Dame war so sehr nett, erzählte uns, das zu diesem Gespräch noch ihre Chefin da sein würde und jemand von einer Förderschule, die Autismusbeauftragte und die Rektorin seiner alten Regelschule eingeladen würden.

Die ersten zweit Tage, waren soweit noch ok, aber dann merkte wir alle, welchen großen Stress doch dies in der gesamten Familie wieder auslöste. Da waren viele Fragen, Unsicherheiten und Ängste, die hoch kamen. Vorallem wußten wir ja nicht, wie die so ausgerichtet sind.

Sind die froh, wenn sie es Abweisen können, da sie dann auch nichts zahlen müssen? Oder sitzt dort einer, der unbedingt will, dass der Junge lernt sich anzupassen und sich überwindet sich nochmal dem ganzen Stress zu widmen? Was wenn die uns zwingen, dass wir Tom in eine Schule mit anderen Schülern schicken müssen? Wenn sie nicht verstehen, was wir die letzten Jahre durchgemacht haben? Wenn sie auch so auf uns herum hacken, wie das Jugendamt?

Auf dem Papier sieht das ja schnell so aus, als wäre es nicht schlimm, aber hier in der Realität haben wir jahrelang gelitten, gekämpft, gehofft… . Haben ein zitterndes weinendes Kind in die Schule geschoben, weil man uns eingeredet hat, dass er nur so lernen kann, die Ängste zu überwinden. Haben es ertragen, dass er sehr oft aus der Schule kam und weinend ins Bett viel, weil alles zuviel war. Mussten mit ansehen, das er traurig, müde, hoffnungslos war, keine Freude empfinden konnte und lustlos durch das Leben sich quälte, bis sein Körper wieder am Ende war und er krank wurde.

Unser Hausarzt war damals entsetzt, als wir kamen und er Tom sah. Er war der erste, der die Lage richtig eingeschätzt hat und ihn sofort krank schrieb mit den Worten,-“ So darf Schulpflicht nicht sein, dass ein Kind so in die Schule gehen muss, kein Kind sollte so leiden, nur um in einem Schulgebäude lernen zu können. Das geht so nicht „!

Alle, die Tom näher kennenlernten, sahen dies so,- mit kleinen Ausnahmen von den Psychiatern, die keine Ahnung von Autismus hatten-, das Tom für den Moment nirgends hingezwungen werden dürfte, wo er solchem Stress ausgesetzt ist. Viele Stellungnahmen von allen belegen dies. Keiner war dagegen. Aber ob dies reicht, das Schulamt einfach so davon zu überzeugen. Was wenn auch Sie ähnlich drauf sind, wie das Jugendamt und meinen, das alle irgendwie oder irgendwo in einer Klasse sitzen müssen? Das wir schuld seien und ihn mal ordentlich erziehen müssten…

Nur gut, dass unser Anwalt uns sagte, wenn die sie zu etwas zwingen wollen, sagen Sie NEIN, bzw, „darüber müssen wir in Ruhe noch einmal nachdenken“,- und ihn dann anrufen.

Die können uns auch neue Auflagen machen. Diese können wir mit einer erneuten Stellungnahme durch unseren Psychiater versuchen zu wiederlegen. Wenn sie dann aber ein Gutachten von einer Uniklinik fordern, müssen Sie dieses zwar bezahlen, wir diesem Wunsch aber nachkommen. Davor haben wir keine große Angst, denn die werden das dann erleben, wie er reagiert. Wenn das Schulamt schlimmsten falls dagegen Klagen würde dass er doch in eine Schule muss, können wir ja vor Gericht ziehen. Das gleiche gilt, wenn das Gutachten aussagt, dass er doch gehen kann, dann Klagen wir dagegen. Da dies alles voraussichtlich 1 bis 1 1/2 Jahre dauert, bis ein Gerichtstermin stattfindet,- denn das haben wir mittlerweile gelernt, Behördenmühlen mahlen sehr langsam,- ist er vielleicht schon so mit seinem Realschulabschluss fertig. Dann haben wir dieses Thema wenigstens schonmal erledigt. Dies beruhigte uns dann wenigstens ein wenig.

Aber es ist ja nicht nur der Ausgang, der uns beunruhigt, sondern auch die viele Kraft und Energie, die dadurch wieder verbraucht wird, für etwas, das aus unserer Sicht nicht sein darf. Die viele Energie, die durch solche Auflagen, Druck und Anschuldigungen verbraucht werden, fehlt uns dann für schöne Dinge. Damit Tom sich immer mehr dem lernen und Menschen wieder öffnen kann, benötigt er Ruhe und Sicherheit. Wenn viel Stress gemacht wird, kann er sich nicht gut positiv weiterentwickeln.

So hofften wir, dass alles gut verläuft und wir uns mit Ihnen einigen können. Dies sollte aber noch ein langer steiniger Weg werden…

Glückliches Kind, dank der Webschule

Wie doch das Leben so anders geworden ist, seid Tom nicht mehr zur Regelschule gehen muss und sich zuhause erholen konnte. Erst gut 1 Jahr, nachdem er nicht mehr in seine alte Schule gehen konnte, hat er sich, auch dank der Hilfe von der Webschule, seinem neuen Lehrer dort, mit seiner großen Geduld, Ruhe und Sicherheit… erholen können. Auch seine Autismustherapie, sein Psychiater und wir haben dazu beigetragen, dass er sich endlich soweit regeneriert hat, dass er immer entspannter und meist gesund und fröhlich durch sein Leben gehen kann.

Wie anders doch seitdem alles ist. Dabei merkte man erst richtig durch das „besser“ werden, wie schlimm es vorher wirklich war.

In diesem Jahr sind uns so viele Dinge aufgefallen, die wir als „normal“ eingestuft hatten, die aber bei keinem normal sein sollten. Uns war nicht klar, dass er wochenlang ohne krank zu werden, leben kann. Diese ständigen Bauch- und kopfschmerzen, mit Fieber und Schwäche, diese Traurigkeit, Müdigkeit und Ängste…. sie sind seitdem nur noch selten da. Klar, ist er auch heute noch schnell von neuem, unerwartetem… überfordert. Aber nun ist sein Grundlevel so hoch, dass er dies mit ein paar Stunden Erholung gut ausgleichen kann. Er muss nun nicht mehr die meiste seiner Energie dafür verwenden, dass er es in der Schule aus,- und durchhalten kann. Das er trotz dieses hohen Stresses, so gute Noten in der Schule bekommen hat, grenzt schon fast an ein Wunder. Denn am meisten stresste ihn ja nicht der Stoff, sondern das ganze drum herum. Klassen-, Schüler-, und Lehrerwechsel, immer wieder was unvorhergesehenes, Mitschüler, die er nicht verstehen konnte, wo er nicht wußte, was sie von ihm wollen, ob sie ihn gerade ärgern…, Lehrer, die es nicht interessierte, obwohl er einen Nachteilsausgleich bewilligt bekommen hatte, dass er „anders“ ist, Hilfe braucht und klare Anweisungen,…. , die ihn trotzdem zwangen, sich mündlich mehr zu beteiligen, die ihn in andere Klassen schickten um dort etwas zu besorgen oder eine Arbeit nach zu schreiben oder die einfach behaupteten, dass er garkein Aspi sei und sie ihm das schon noch alles beigebracht bekommen….

Trotz des hohen Stresspegels stimmten die Noten, aber sein Selbstwertgefühl, seine innere Freude, seine Hoffnung, dass das Leben schön ist, wurden immer kleiner. Sein Leben bestand lange Zeit nur noch aus,- Überforderung, durchhalten, platt im Bett liegen, gesagt bekommen, dass er das doch können muss…

Wir haben schon lange versucht, wenigstens hier zuhause den Stress ein wenig aufzufangen, in dem er sich hier frei bewegen durfte oder einfach nur im Bett liegen konnte. Wir haben ihn nicht zu irgendwelchen Dingen gezwungen. Auch versuchten wir alles neue, dass in der Schule gemacht wurde, schon hier zu üben und durchzusprechen. Wir spielten Schule, gingen in genau das Schwimmbad um es für den Schulunterricht kennenzulernen, besuchten Ausflugsziele im Voraus, erklären ihm, was in einem neuen Fach so gemacht wird, übten Referate zu halten…. . Aber alles kann man nicht üben, dass passiert einfach so unvorhergesehen.

Uns war auch nicht klar, wie sehr er sich die ganze Zeit konzentrieren musste, um wenigstens ein wenig einschätzen zu können, was jemand von ihm will, was er soll oder was als nächstes wohl passiert. Ständig musste er auf der Hut sein um ein wenig vorbereitet zu sein… . Aber der Druck wurde immer größer, da alle immer mehr erwarteten. Ein Kind in der 5 Klasse darf noch schüchtern sein, ein Jugendlicher in der 8. muss frei reden können und selber sehen, was man zb beim Kochunterricht als nächstes machen oder helfen kann. Da gibt es nicht mehr den „ach der kleine,“ Bonus, sondern nur noch,- los hopp, dass muss jetzt jeder können.

Auch die Veränderung der Mitschüler, machten ihm sehr zu schaffen. Wo er noch lange mit den Jungs über Fußball reden konnte und so dazu gehörte, wurden für viele nun andere Themen interessant. Von denen verstand er aber nichts und sie interessieren ihn bis heute nicht. Uns wurde in dieser Zeit klar, dass er anders denkt, fühlt und die Welt anders wahrnimmt. Aber dies ist nicht falsch oder schlecht, sondern eben nur ANDERS.

So hat es fast das ganze erste Jahr gedauert, bis er wieder Vertrauen in sich und uns fassen konnte. Bis er langsam wieder anfing, sich Menschen zu nähern, zu merken, „nein nicht alle sind gemein, ich kann doch auch mit einigen eine gute Zeit verbringen und es geht mir trotzdem gut,… .

Es war und ist so gut, zu sehen, wie er aufblühte, sich wieder freute, Ideen entwickelte, etwas zu unternehmen. Wie er das erste mal abends uns noch fragte,- „wollen wir noch raus Fußball spielen“ hätte ich vor Freude weinen können. Als er mutig sich traute, alte Freunde von uns zu begrüßen und mit allen zusammen einige Zeit etwas spielte, waren wir so gerührt. Abends, war er zwar müde, aber glücklich,- wie wunderbar.

Wie hatten wir diesen fröhlichen, lockeren Jungen vermisst. Endlich war er wieder da. Aber nie wieder soll er so leiden müssen wie zu diesen Schulzeiten. Nie mehr, darf über uns jemand bestimmen, dass es doch besser sei, wenn er jetzt … macht. Niemand der sich nicht wirklich die Zeit nimmt, uns zuhört, genau hinsieht und erkennt, was zuviel ist und was dies mit ihm macht, darf über ihn entschieden. Wir werden ihn nun weiter beschützen und dafür sorgen, dass dieses glückliche Kind fröhlich bleibt.

Was kann den wichtiger sein, als entspannte, gesunde und fröhliche Kinder.

Er lernt weiterhin, jetzt wohl viel mehr, als jemals vorher. Er erkennt soviele Zusammenhänge, zwischen den verschiedenen Fächern, interessiert sich für so manches Thema und arbeitet hoch konzentriert, aber dennoch entspannt. Nach und nach hat er immer mehr vertrauen zu seinem Weblehrer fassen können, merkte, dass nun alles anders ist. Er wurde gelobt, bekam genaue Aufgaben, feste Zeiten und konnte sich meist total darauf verlassen, dass es genau so gemacht wurde wie verabredet. Auch durfte er lernen, dass er jeden Tag sagen darf, wenn es ihm doch mal nicht so gut geht, dass es für den Tag reicht und er aufhören möchte…, dies war eine solch große Erleichterung für Tom, zu wissen, „Ich kann mich viel trauen, da ich jederzeit aussteigen kann…“

Welch ein großer Segen ist diese Webschule, sie hat unsere Erwartungen um weites übertroffen. Warum also dieser Kampf mit den Ämtern?

Er wird seinen Schulabschluss bestimmt schaffen und wer weiß, vielleicht auch noch ein Abitur. Wir werden sehen, ob er es nun in Ruhe erlernen kann, die „anderen“ zu verstehen um mit Ihnen in einer Schule oder Uni klar zu kommen. Werden schauen, ob er es schaffen kann, ohne Angst sich so vielen Reizen aussetzen zu können und nicht mehr krank zu werden. Zwang besteht dazu jedoch nicht. Es gibt auch noch viele andere Wege und Möglichkeiten, sein Leben sinnvoll zu gestalten. Die Hauptsache ist doch, es geht ihm gut und er liebt sich und sein Leben.

So hoffen wir, dass uns keine Behörde mehr zu überfordernden Maßnahmen zwingen wird und sie uns glauben, dass er/wir am besten wissen, was gut ist.

Jetzt ist es erst einmal gut und dies genießen wir in vollen Zügen. Nur leider wird diese Ruhe nicht lange andauern…

Therapieplatz

Als nächstes wollten wir uns um eine Therapie in einem Autismuszentrum kümmern. Denn es erschien uns gut, wenn er die Dinge, die er schlecht oder garnicht versteht erklärt bekommt. Wenn er lernen kann, warum sich die Menschen in so mancher Situation „SO“ verhalten, was sie von einem wollen, wie ich mich verhalten soll, kann oder muss… hilft ihm dies bestimmt entspannter durchs Leben zu gehen. Meist ist findet dort 1x die Woche für 1 Stunde Therapie statt. Dazu kann man in manchen Autismuszentren auch noch zu treffen mit anderen Autisten gehen.

In vielen Städten dauert auch dies mehrere Monate, bis man dort einen Platz bekommen kann. Wir hatten deshalb schon vor dem Diagnosetermin dort angerufen. Man sagte uns, das wir uns mit einer Diagnose wieder melden können und er dann einen Platz bekommt. So machten wir es auch, nur bekamen wir dann zu hören,“ ja sie können einen Platzt sofort bekommen, aber dazu brauchen wir noch erst die Genehmigung vom Jugendamt, denn die zahlen dies ja“.

Ach so, das muss das Jugendamt erst noch genehmigen, dies hätte man uns ja auch schon beim ersteinmal sagen können. Also, denkt daran, direkt bei dem Termin für eine Diagnose, auch Termine im Autismuszentrum oder in einer Praxis zu machen, dies spart Zeit. Wenn ihr eine Therapie in einer Praxis machen wollt, müsst ihr dies mit eurer Krankenkasse abklären. Wenn ihr eine Therapie machen wollt, die über das Jugendamt finanziert wird, müsst ihr dies beim Jugendamt beantragen,- also einen Antrag dort stellen auf Eingliederungshilfe, nach § 35a SGB VIII. Man kann das schon vorher beim Autismuszentrum und dem Jugendamt beantragen, und die fehlenden Unterlagen dann nachreichen. Genehmigt wird es erst, wenn alle Unterlagen vorliegen, geht dann aber normal schneller.

Wenn ihr eine Diagnose aus dem Autismusspektum habt, zb F 84.5 für Asperger Syndrom, dann muss euch Eingliederungshilfe gewährt werden. Diese ist dafür gedacht, dass das Kind in die Gesellschaft eingegliedert wird. Ihm soll so langfristig ermöglicht werden, ein Teil in unserer Gesellschaft zu sein. Was alles dazu gehört, was dem Kind hilft, wie lange es dies braucht, ob dies sinnvoll ist,….darüber kann man streiten und genau dies machen einige Jugendämter auch.

Denn die Behörden sind nicht immer daran interessiert, die Kosten zu übernehmen, sie wollen und müssen sparen. So versuchen viele einen davon abzubringen, teure Therapien oder gar Schulen zu finanzieren.

Wenn sie noch das Autismuszentrum bezahlen, wird die Bewilligung von einem Schulbegleiter oft schwer, wenn sogar noch Geld für eine Schule / Webindividualschule oder sogar für ein Internat bereitgestellt werden soll, sehr Heikel. Da ist es manchmal sehr ratsam, sich früh einen Anwalt dazuzunehmen, der einen unterstützt und sagt, was als nächstes dran ist und was unsere Rechte sind…

Leider versuchen viele Behörden uns davon abzubringen, so manche Ziele weiter zu verfolgen. Dabei gehen sie auf unterschiedliche weiße vor. Hier ein paar Beispiele

– sie erzählen uns nicht unsere Rechte und Möglichkeiten und hoffen, dass wir nie etwas darüber erfahren und diese beantragen

– sie sagen uns, das der zuständige dafür gerade im Urlaub sei und er sich darum später kümmert

– sie sagen, zb das man bei Jugendlichen nicht mehr mit einem Schulbegleiter beginnt, da dies nicht mehr funktioniert

– sie halten uns hin,- das machen wir später…

– sie wollen immer noch mehr neue Stellungnahmen oder Gutachten, noch genauere, andere, mehr….

– zweifeln die Kompetenz der einzelnen Psychiater oder Psychologen an

– unterstellen uns Eltern, dass wir die Kinder falsch erziehen, uns weigern mit Ihnen zu kooperieren, die Erfolge behindern,…

– erzählen uns, das es daran liegt, weil er das jüngste Kind, ein Einzelkind oder wir alleinerziehend sind…

– versuchen einen zu erpressen,- “ sie wollen doch bald wieder… genehmigt bekommen, denken Sie daran…“ um so ihren Willen durchzusetzen

– behaupten, dass sie am besten wissen, was für das Kind gut ist, da sie ja soviel Erfahrung haben

– lassen keine Gutachten oder Stellungnahmen von Ärzten, Lehrern, Anwälten Psychologen gelten

– machen Druck, weil man sich nicht früher um … gekümmert hat, wie bei uns zb das Schulamt mit einzubeziehen. Nur hat uns niemand davon erzählt, auch das Jugendamt nicht, aber auf einmal sollen wir daran schuld sein

– schieben alle schuld von sich auf uns, behaupten, dass sie alles zum Wohle des Kindes machen, aber eigentlich dreht sich alles nur ums Geld, bzw ums nicht zahlen wollen

Natürlich sind nicht alle Jugendämter so, es gibt auch einige Stellen, wo den Familien wirklich geholfen wird und man zusammen überlegt, was das beste fürs Kind ist. Leider gibt es aber auch die stellen, wo den Eltern noch zu den Sorgen und Ängsten, die sie um ihr Kind haben, Stress gemacht wird. Das kostet unnötig Kraft, Nerven und Zeit. Manchmal auch noch Geld, da man einen Anwalt zahlen muss oder die Kosten für so manche Maßnahme zumindest ersteinmal selber trägt, bis endlich alles geklärt ist.

Da es im Gesetz keine klare Linie gibt, sondern alles eher schwammig geschrieben wurde, damit immer im Einzelfall entschieden werden kann, ist alles so schwer. So ist die Genehmigung sehr davon abhängig, was der zuständige Sachbearbeiter beim Jugendamt meint. Wenn er eine Maßnahme befürwortet, dann wird er einem schnell helfen alle Unterlagen zu bekommen, damit man es abgesichert genehmigen kann. Wenn einer glaubt, dass man dies nicht benötigt, wird er alles tun um die Kostenübernahme zu verhindern.

Wir haben damals auch erst der Sachbearbeiterin geglaubt, dass sie uns helfen will. Sie tat immer freundlich, bis zu dem Tag, wo wir die Webschule ins Rennen brachten. Ab da wurden dann einige der oben genannten Mittel ausprobiert. So wurden wir über 10 Monate hingehalten, beschimpft, erpresst… .

In dieser Zeit haben wir uns alles selber raussuchen müssen und uns mehrmals entschieden, dies oder jenes einfach so zu machen, weil es uns als das beste oder die einzigste Lösung vorkam. So haben wir unseren Sohn nach 6 Monaten an der Webschule angemeldet und ihn dort beschulen lassen. Dies war aber nur möglich, weil wir die Schule auch selber zahlen konnten und unser Psychiater ihn länger krankgeschrieben hat.

Lasst euch nicht entmutigen, überlegt euch, was das beste für euer Kind ist und verfolgt dieses Ziel. Holt euch Hilfe durch einen Anwalt für Sozialrecht und lasst euch dort erklären, wie ihr Vorgehen sollt. Eine erste Beratung, wie der Anwalt die Lage einschätzt ist meist umsonst. Ansonsten kann man eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die die Kosten übernehmen. Dies ist besonders wichtig, wenn man noch Klagen will. Normalerweise kostet eine Arbeitsstunde von einem Anwalt ca 160€, die sich für uns gelohnt haben, da es Zeit und Nerven spart.

Wir haben zu unseren großen Überraschung recht schnell die Kosten für eine Therapie genehmigt bekommen. Dort war auch bald ein Platz frei zur Therapie. Was diese Tom wirklich bringt, werden wir sehen.

Nur leider ändert dies ja nichts an der Kostenübernahme für die Webschule, durch das Jugendamt. Dazu benötigen wir immer noch das Ruhen der Schulpflicht vom Schulamt mit denen wir das bald klären müssen. Was da noch alles auf uns zukommt, ahnten wir da zum Glück noch nicht.

Streit mit dem Jugendamt eskaliert

Wir hatten gehofft, dass endlich Ruhe einkehrt und das Jugendamt die Kosten für die Webschule übernimmt. Dem war aber nicht so…

Das Jugendamt bestand darauf, dass nun das Schulamt gefragt werden muss. Dies wollten sie eigentlich direkt mit denen klären. Dazu brauchten sie aber unsere Einwilligung, die wir Ihnen aber nicht geben wollten, da wir befürchteten, dass sie dann ohne unser Wissen und unseren Willen sich auf etwas einigen, woran wir dann nur noch schwer etwas ändern könnten. Aber dies ist auch unser gutes Recht das wir uns darum selber kümmern.

Dies nahm das Jugendamt zum Anlass, uns wieder vorzuwerfen, wir würden alles behindern und unnötig in die Länge ziehen. Dabei waren sie es, die versäumt hatten uns rechtzeitig auf eine Abklärung mit dem Schulamt hinzuweisen.

Da wir ja mittlerweile einen Anwalt hinzugezogen hatten, sagte uns dieser, dass die normale Vorgehensweise so ist, dass wenn Probleme mit dem Kind in der Schule auftreten, das Schulamt hinzugezogen wird um zu schauen, welche Möglichkeiten es noch gibt das Kind gut zu unterrichten. Dabei ist es auch eine Klärung ob die Kosten, die dabei eventuell entstehen vom Jugendamt oder vom Schulamt getragen werden. Dabei wird dann von einer Sonderpädagogin ein Gutachten,- AOSF,- das meist noch im Unterricht, in der Regelschule in der sie die Kinder besucht, erstellt.

Das Jugendamt übernimmt nur kosten für zb. einen Schulbegleiter, wenn über das Schulamt festgestellt wurde, dass dies nötig ist und keine andere Möglichkeit besteht, dass Kind sonst weiterhin an der Schule zu unterrichten.

In Zeiten wo jede Behörde wenig Geld zur Verfügung hat, ist natürlich jeder darauf ausgerichtet, eine Lösung zu finden, die für ihn möglichst keine Kosten verursacht. Es war uns aber bis dahin noch nicht so klar, dass das Jugendamt so massiv daran arbeitet, alles von sich zu weißen und ihnen dafür jedes Mittel recht ist. So versuchten sie mit Nachdruck uns dazu zu bewegen, das wir Ihnen das Recht geben, ohne unser Wissen mit dem Schulamt alles zu klären.

So kam dann der vereinbarte Termin an der Web-individualschule in Bochum, zu dem wir über viele Stunden anreisen mussten. Ich hatte mir schon vorher gedacht, dass dies kein leichter Termin wird und mich innerlich darauf vorbereitet. Mein Mann hatte noch etwas Hoffnung, dass er gut verlaufen würde, wenn sie die Schule ersteinmal kennenlernen. Das es aber so eskalierte, überraschte uns alle, auch den Lehrer, der ja schon mehrere solcher Gespräche miterlebt hatte.

Unsere Sachbearbeiterin vom Jugendamt kam nicht alleine, aber sie hatte auch nicht ihre normale Vorgesetzte mit dabei, mit der wir ja auch schon geredet hatten, sondern eine Dame, die sich mit unserem Fall nicht wirklich auskannte, die aber dafür anscheinend sehr geschult darin war, Krawall zu machen. Schon beim hereinkommen, was 20 min zu spät war, hatten sie keine Lust uns alle locker zu begrüßen, redeten mit uns nicht kurz über die lange Anfahrt oder das Wetter…, nein, es ging direkt zur Sache und wir wurden angegangen, dass wir doch endlich unterschreiben sollen, dass sie mit dem Schulamt das klären dürfen. Es folgten Anschuldigungen, von der unbekannten Dame, dass wir schuld seien, dass der Junge immer noch nicht wieder in eine Regelschule gehe, dass wir uns nicht gut um ihn kümmern würden, dass unser Psychiater keine Gutachten schreiben dürfte, da er ja keinen Doktortitel habe (lächerlich), dass wir ja nur bei unserem Sohn die Vermeidungsstrategie noch fördern würden und er so ja nie „normal “ werden könnte… . Wir durften uns anhören, was wir alles in dem Jahr falsch gemacht hätten, sie aber alles richtig. Das sie ja dafür gesorgt hätten, dass alles Vorwärts geht, wir überhaupt keine Ahnung von allem hätten und endlich auf sie hören müssten… .

Es kamen Erpressungsversuche, dass wir ja auch daran denken müssten, dass bald wieder ein neuer Antrag auf Gewährung für die Autismustherapie zu stellen sei und wir ja sicherlich wollten, dass sie den bewilligen. Es wurden Unwahrheiten in den Raum geschleudert wie,“ der Junge muss schnell in die Regelschule, der kann das doch, der ist ja garnicht so krank“, …, sonst wird er dazu gezwungen oder wir sorgen dafür, dass er in ein Internat für Autisten muss oder in eine Klinik,…, dass wollen sie doch wohl nicht,- oder?!

Da tat es uns nur gut, dass unser Anwalt uns im Vorfeld erzählt hatte, was unsere Rechte und Pflichten sind. Nur das sie wirklich so heftig ausholen um ihren Willen durchzusetzen und zu vertuschen, welche Fehler sie die ganze Zeit gemacht haben, dass hätten wir dann doch nicht gedacht. Es ging anscheinend hier bei diesem Termin in keinster weise darum, wirklich das beste für unseren Sohn zu finden, sondern nur darum, dass das Jugendamt nichts zahlen muss und sie sich nicht vom Schulamt anhören müssen, dass sie etwas versäumt haben.

Wenn wir nun klein bei geben und brav auf das JA hören, dann können Sie dieses Ziel noch erreichen. Aber diesen Gefallen taten wir Ihnen nicht. Wir waren zwar nach diesem Gespräch völlig fertig, mussten ersteinmal uns sammeln und alles dann mit dem Anwalt nocheinmal durchsprechen, aber jetzt, nachdem wir fast 2 Jahre dafür gekämpft hatten, um herauszufinden was mit Tom los ist, wollten wir nicht einfach so aufgeben. Wir, die die ganze Zeit ihm zur Seite standen und mit ansehen mussten, wie er leidet, die Ärzte, Psychiater, Ämter gesucht, Briefe geschrieben, diskutiert und uns beleidigen lassen haben, uns angehört haben, dass wir diejenigen seien, die Schuld sind an Toms Leid, wir, die miterlebt haben, wie sehr er sich bemüht hat in die Schule zu gehen, aber zu krank war um dies noch schaffen zu können. Wir haben gesehen, das er keine Energie mehr hatte um irgendetwas neben der Schule noch zu machen, keine Kraft und Freude, keine Hoffnung darauf, dass es bald besser werden könnte…wir sollen jetzt einfach so aufgeben, weil sie Unfähig waren uns richtig und gut zu beraten und begleiten? Nein, obwohl wir mittlerweile selber so fertig mit den Nerven waren, dass wir fast alles gemacht hätten um das Chaos zu beenden, damit es unserem Kind endlich gut gehen kann, wollten nun nicht einfach so aufhören. Also entschieden wir uns dafür, den Weg für unseren Sohn weiter zu gehen.

Wir waren bereit die Webschule auch aus eigener Tasche zu zahlen, wollten nicht unbedingt das Schulamt mit ins Boot holen, sondern hätten es auch nur so mit einer Krankschreibung vom Psychiater und seiner alten Regelschule, an der er ja immer noch angemeldet war, weiter gemacht. Aber dies war vom JA nicht erwünscht. Wir waren bereit, noch solange er es braucht jeden Morgen mit im Unterricht zu sitzen und ihm so die Sicherheit zu geben, die in der Regelschule verloren gegangen war. Wir begleiten ihn jeden Tag, versuchen immer mehr ihn kennenzulernen, uns auf seine Bedürfnisse einzustellen und ihm zu helfen, neues dazuzulernen….aber dies wird weder gesehen noch gelobt. Wichtig ist nur, dass er schnell und einfach wieder in irgendeine Regelschule geht.

Unser Anwalt meinte dazu, dass wenn das Jugendamt uns aber nun auf dem Kieker hat und beim Schulamt nachfragt, ob wir denn den Jungen nicht in die Schule schicken müssen, dass wir dann sowieso diese Prozedur durchlaufen müssten durch das Schulamt. Somit machen wir es jetzt und klären das mit dem Schulamt auch noch, aber nicht mit dem Jugendamt zusammen.

Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten und alles mit unserem Anwalt abgesprochen war, waren wir uns sicher, dass war das letzte Gespräch direkt mit dem Jugendamt gewesen. Jedes weitere wird nur noch der Anwalt in unserem Auftrag führen. Wenn wir persönlich da sein müssen, ist er auf jedenfall dabei. Solch ein schlimmes Gespräch wird es definitiv nie wieder geben.

Wir sind echt geschockt, wie schlimm solch eine Zeit sein kann, dass das Jugendamt so massiv daran arbeitet, dass sie keine Kosten übernehmen müssen und zu welchen Mitteln sie dafür greifen. Wir sind sehr traurig, wie sie auf kosten unserer ganzen Familie diesen Willen durchzusetzen versuchen und sie kein Stück jemals wirklich am wohl von Tom interessiert waren obwohl sie genau dies immer wieder betont haben.

Wie kann das sein, dass diejenigen, die wirklich Hilfe benötigen so so viel Kraft geraubt wird, damit das JA nicht zahlen muss.

Leider machen anscheinend Behörden die Erfahrung, dass die meisten dem Amt glauben, aufgeben oder alles so machen, wie es ihnen gesagt wird. Dies machen wir nicht so. Wir haben uns zwar so sehr verausgabt um eine gute Lösung für unser Kind zu finden, aber die Lügen glauben, meinen Sohn weiter zu verbiegen und ihn zwingen, dass er doch funktionieren muss, das machen wir nicht. Uns ist das Wohl von Tom neunmal wichtiger als irgendwelche kosten oder die Schulpflicht…

Seit der Zeit hat sich unsere Einstellung und Ausrichtung gegenüber den Ämtern noch einmal sehr geändert. Es läuft nun alles über unseren Anwalt, da es ja ohne nicht geht. Wir kämpfen weiter, aber anders. Nicht wir sind jetzt noch diejenigen die immer nur reagieren müssen, auf das was das Amt sich wieder ausgedacht hat, sondern, wir sitzen nun hier, lassen den Jungen solange er will an der Webschule und wenn dann müssen die sich was überlegen, wie sie ihn dort wegbekommen. Zum Glück haben wir alle anderen auf unserer Seite. Können uns sicher sein, dass sie das genauso sehen und uns dabei unterstützen.

Was da noch alles auf uns zukommen sollte ahnten wir da noch nicht ….

Bezahlung der Webschule, abgelehnt

Die Webschule klappte immer besser seine Lernzeiten konnten langsam erhöht werden und so waren wir sehr froh darüber, dass er dort einen Platz bekommen hatte. Tom muss noch mehr wieder zur Ruhe finden, vor allem aber wieder Vertrauen fassen, dass Schule auch Freude machen kann und nicht nur Stress bedeutet.

Wir waren sehr glücklich, dass nun alles gut wird…. leider hielt dies aber nur Kurz, denn wir hatten geglaubt, dass nun Ruhe einkehren kann, da wir ja das gewünschte Dokument von einem Psychiater, der bescheinigen sollte, dass für Tom keine andere Beschulung möglich sei, beim Jugendamt abgegeben hatten. Aber nein…

Vom Jugendamt kamen nun unterschiedlich wechselnde aussagen, bzw ersteinmal kam – garnichts. Der Antrag auf Übernahme der Kosten für die Webschule war gestellt und sie vertrösteten uns mit,- „Das muss der Chef entscheiden, aber der ist im Urlaub“! Als dieser wieder da war hieß es, – „Nein, das muss ihre Sachbearbeiterin entscheiden, die ist jetzt nicht da“! Diese meinte später, ja, vielleicht, vielleicht auch nicht, mal schauen, muss dies einmal mit den anderen besprechen… .

Nach 8 Wochen warten hatten wir genug und sagten ihr, dass wir nun das Gespräch mit dem Landrat suchen würden. Oh, das wirkte, innerhalb von 2 Tagen meldete sich die Abteilungsleiterin bei uns und meinte, dass können wir doch auch so klären. Sie würden jetzt die Kosten für 3 Monate schon einmal übernehmen. Wie? Sollte mal etwas so einfach klappen…?

Dies war eine große Freude für uns alle. Wir waren zwar überrascht, aber konnten uns auch nicht vorstellen, dass danach noch ein Grund gefunden werden könnte, warum das JA die Kosten nicht mehr länger tragen will.

Auch Toms Autismustherapeutin konnte sich das nicht vorstellen, warum es danach nicht weiter bezahlt werden sollte, denn man kann ja nicht dem Jungen zumuten, das er sich 3 Monate dort eingewöhnt um ihn dann dort wieder rauszureißen. Auch ist er ja in 3 Monaten nicht „geheilter“ das er ohne Probleme wieder in eine Regelschule zurück gehen könnte.

Aber die Freude währte nur kurz, denn nach nur 2 Wochen bekamen wir genau von der Frau, die die Webschule genehmigt hatte einen Anruf, dass nach den 3 Monaten Schluss sein müsste, wenn nicht bis dahin das mit dem Schulamt geregelt wäre…

Wie jetzt, was hat auf einmal das Schulamt noch damit zu tun, davon war ja noch nie die Rede…

So wollte, nach mittlerweile 12 Wochen nach Antragstellung, das Jugendamt uns auf einmal erzählen, dass das Schulamt unbedingt gefragt werden müsste und wir ihnen sofort unterschreiben sollen, dass sie mit dem Schulamt Kontakt aufnehmen dürfen um dies alles zu klären.

Also wieder im Internet schlau gemacht, warum und wozu das Schulamt sein soll. Anscheinend ist dies die normale Vorgehensweise, denn das Jugendamt Zahlt erst, wenn klar ist, das es keine andere Möglichkeit gibt, die Kinder zu beschulen. Dafür wird normalerweise noch an der Regelschule eine Sonderpädagogin mit in den Unterricht geholt, die das Kind beobachten soll, wie es sich so in der Schule verhält. Nur hat uns dies ja weder die Regelschule erzählt, als Tom noch dort war, noch hat jemals das JA davon geredet. So wurde dies bis dahin auch nicht gemacht.

Mein Mann und ich fühlten uns aber sehr unwohl dabei, dass wir das Jugendamt dies direkt ohne uns mit dem Schulamt klären lassen, somit entschieden wir uns Ihnen nicht die Vollmacht zu unterschreiben. Dazu haben wir auch das Recht, was das JA aber sehr ärgerte.

Wir vermuteten, dass das Jugendamt es versäumt hatte uns dies zu erzählen, bzw das sie es selber vergessen hatten daran zu denken.

Nach einer Woche kam ein Anruf, sie würden uns die Schule, ausnahmsweise auch noch einen 4 Monat bezahlen, aber wir müssten uns in dieser Zeit zu einem neuen Gespräch treffen. Da sie die Schule kennenlernen wollten, wurde vereinbart, das wir uns in Bochum treffen. Es wurde auch nocheinmal sehr mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass wir uns nicht weigern sollen die Vollmacht fürs Schulamt zu unterschreiben denn so würden wir weiterhin das klären der Angelegenheit behindern. Sie wären ja so bemüht und durch unsere Einstellung, wäre immer noch nichts geklärt… wir würden uns ja mit nichts auskennen, aber sie…

Da uns dies alles so sehr stresste und wir merkten, dass das Interesse daran das beste für unseren Sohn zu machen doch sehr gering ist, entschieden wir uns dazu, nun doch einen Anwalt einzuschalten. Dieser beruhigte uns erst einmal, weil er sich alle Unterlagen angesehen hatte. Er meinte, es sieht sehr gut aus, da alle der gleichen Meinung sind, dass Tom immoment auf einer Regelschule nicht beschulbar sei. Aber er sagte auch, dass die normale Vorgehensweise schon so ist, dass das Schulamt eingeschaltet werden muss um zu überprüfen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, den Jungen zu beschulen. So könnte es sein, dass das Schulamt ein Sonderpädagogisches Gutachten erstellen lassen möchte. Welches aber normalerweise kein großes Problem darstellen dürfte. Dazu sollten wir an Toms alter Schule nachfragen, ob sie dieses AOSF Gutachten erstellen oder ob jemand von außen dazu kommen muss.

Auf nachfragen an der alten Schule wußte kein Lehrer, auch nicht die Sonderpädagogin darüber Bescheid. Sie kannten nur, das in niedrigeren Klassen die Kinder im Unterricht beobachtet werden. Da Tom schon in der 8 klasse war, aber nun schon fast 1 Jahr nicht mehr dort unterrichtet worden ist, kannten sie sich damit nicht aus.

In der Zwischenzeit baten wir bei einem Termin unseren Psychiater, dass er uns noch einmal eine genauere Stellungnahme schreiben möge für das Schulamt, die erklärt, dass Tom im moment nur durch die Webschule beschult werden kann. Dies machte er sehr gerne, denn er kannte diese Onlineschule und war sehr überzeugt von dieser Art der beschulung.

So reichten wir alle Unterlagen, – Gutachten vom Psychiater, Stellungnahmen vom Autismuszentrum, von der alten Regelschule, Diagnose und Stellungnahme von der neuen Schule, beim Schulamt, zusammen mit der Antragstellung auf Ruhen der Schulpflicht ein.

Dem Jugendamt teilten wir in einem Brief mit, dass wir die Beantragung beim Schulamt getätigt hatten. Somit wußten sie darüber Bescheid, dass nun alles ohne sie seinen Gang geht. Darüber war das Jugendamt alles andere als erfreut.

Aber es sollte ja noch das Gespräch an der Webschule in Bochum kommen, welches sehr schlimm wurde. Denn das Jugendamt war damit nicht einverstanden, dass sie nicht direkt ohne uns mit dem Schulamt alles klären dürfen …., aber davon bald mehr.

Start der Webschule

Die Genehmigung war noch nicht da, als Tom den ersten Schultag in der Webschule hatte. Im Vorfeld haben wir uns mit seinem neuen Lehrer schriftlich und telefonisch ausgetauscht, was für ihn am Anfang wohl möglich sein könnte. Welche Hobbys er hat, welche Ängste, welche Probleme in und durch die alte Schule bestehen…. . So haben wir noch nie einen Lehrer erlebt, der sich so einsetzt und helfen will, das er endlich in Ruhe lernen kann.

Damit Tom der Start nicht zu sehr überfordert, versuchten wir ihn gut vorzubereiten. Es galt Skype kennenzulernen, auch praktisch in eine Kamera zu reden. So skypten wir innerhalb unserer Familie. Jeder rief mal jeden an und man redete übers Wetter oder machte auch mal ein paar Matheaufgaben. So mit Menschen zu kommunizieren, war sehr schwer für ihn, aber er bemühte sich dies zu lernen.

Er durfte überlegen in welchem Raum er Unterricht machen möchte. An seinem Schreibtisch wollte er es nicht, denn sein Zimmer sollte eine schulfreie Zone bleiben. So suchte er sich unser Arbeitszimmer aus. Dort konnte er in einen Schrank seine Unterlagen legen und zum Unterricht auf den Schreibtisch seinen Laptop stellen.

Am ersten Tag mit seinem Lehrer war vereinbart, dass er ihm nur etwas über sich und die Schule erzählt und dann ihm die Räumlichkeiten mit der Webcam zeigt. Er brauchte nichts zu reden, sondern nur zuzusehen und hören. Aber auch dies war für ihn nach 20 Minuten so anstrengend, das er den Rest des Tages in seinem Zimmer blieb und sich erholte. Wir entschieden uns für die erste Zeit dazu, dass er 3x die Woche für 30 min Schule versuchen sollte. Dann einen Tag dazwischen Erholung oder das Wochenende.

Er bekam von seinem Lehrer morgens das Thema und die ersten Aufgaben im Chat geschickt. So konnte er sich dies schonmal, ansehen und darüber nachdenken, bevor er mit ihm chattet oder skypt. Für ihn ist es wichtig, das er nicht zu sehr mit neuem oder Veränderung überrascht wird. Aber trotzdem waren die ersten Tage sehr anstrengend. Nach den 30 min mit seinem Lehrer legte er sich meist noch einmal ins Bett und schlief. So viele neue Eindrücke, unbekanntes, so viele schlechte Erinnerungen die hochkamen, so vieles zu verarbeiten und dem neuen Lehrer vertrauen lernen… . Das kostet Energie, viel Energie. Deshalb war neben der Schule nicht noch viel anderes möglich. Er brauchte Zeit zum erholen und auftanken.

An manchen Tagen konnte er keinen Unterricht machen, an manchen nur für sich weitgehend alleine ein paar Aufgaben lösen, aber kein skypen und an anderen klappte es richtig gut. Es war ein ständiges auf und ab. Nur wußten wir alle nicht, was oder wodurch eine Überforderung ausgelöst werden konnte.

Einer von uns war jeden Morgen beim Unterricht dabei, damit wir einspringen konnten, wenn er überfordert war, aber nicht selber dann noch handeln konnte. Auch war es für ihn eine große Sicherheit, in der sonstigen neuen unbekannten Welt.

Uns viel damals auf, das er durch so viele Dinge überfordert wird, die für die meisten nicht relevant sind. Für normalos läuft das meiste nebenher, für viele Aspis ist jede Veränderung, alles neue, unbekannte ein zusätzlicher Reiz, der Kraft verbraucht. Da er alles bewußt lösen muss und nichts verdrängen kann oder es sich einfach im unterbewußten abspielt. Es war uns nicht klar, das obwohl er ja bei uns im Haus unterrichtet wurde, so viel Neues auf ihn einströmt, das er erst langsam kennenlernen musste. In jedem neuen Fach, musste man sich zurecht finden, die Themen kennenlernen, herausfinden, wie eine Unterrichtsstunde aussieht, wissen wann werde ich wie lange skypen, was könnte der Lehrer mich fragen, was soll ich dann antworten, wieviel reden, was ist, wenn ich etwas nicht weiß, was, wenn der Drucker nicht druckt….

Fragen, fragen, fragen….bis er sich halbwegs sicher wurde, kamen immer wieder auch Veränderungen von außen. Mal funktionierte das Internet hier nicht, mal in Bochum nicht. Mal sind Ferien oder Kinder haben eine Prüfung und der Unterricht fällt aus. Aber auch viele Dinge aus unserem Leben beeinflussen sein wohlfühlen. Wenn seine Lieblingsmannschaft im Fußball unvorhergesehen verloren hat, kann ihn das genauso überfordern, wie wenn er einen Arzttermin hatte oder sich verletzte oder etwas kaputt geht….

Alles, was nicht in seinem Tages- oder Wochenplan vorkommt, kann zuviel sein und er wird krank. Leider denken wir nicht immer an alles, können ja auch nicht alles vermeiden oder im Vorfeld ihm erklären. So müssen wir lernen damit umzugehen, dass er “ plötzlich“ doch wieder krank ist. Hier läuft halt nichts “ normal“, was es aber an der Webschule auch nicht gibt. Denn dort wird jedes Kind so unterrichtet, wie es für dieses Kind am besten ist.

Im Laufe der Wochen konnte die Lernzeit immer etwas gesteigert werden. Auch die Tage wurden von 3x skypen auf 5x erhöht, sodas langsam Routine einkehren konnte. Die hatten wir alle sehr nötig.

Aber immer wieder passiert etwas, das ihn zu sehr stresst und er wieder krank wird.

Schon im ersten halben Jahr, durften wir vieles erkennen, woran wir nie vorher gedacht hatten, was wir einfach als,- „das kann doch jeder“- angesehen hatten, was ihn aber doch sehr gestresst hat. Dies tat uns allen oft sehr weh und es war nicht einfach, nun uns darauf einzulassen, dies neue zu erlernen. Aber wenn man will, das sich mein Leben verändert, muss ich mich ändern, manches anders machen, nicht mehr machen….

Ein schwieriger Weg, der sich aber lohnte zu gehen, denn dadurch kam viel Ruhe und Freude in unsere Familie.